Oktoberfest feiern mit TiTo

O’zapft is! Oktoberfest im Norden?

Seit 1810 findet das Oktoberfest in München statt. Auch dieses Jahr geht es vom 22. September bis zum 7. Oktober auf der Theresienwiese wieder rund. Von ihr kommt auch der Begriff „Wiesn“, wie mittlerweile nicht mehr nur Einheimische das Fest nennen. Warum beginnt das Ganze schon im September? Ganz einfach, weil es dann noch wärmer ist! Jährlich kommen im Durchschnitt 6 Millionen Besucher zur Wiesn. Zu dieser Zeit werden um eine Milliarde Euro Umsatz generiert. Doch warum ist sie so beliebt? Geht es dabei wirklich nur um Bier und Tradition?

Das Besondere am Oktoberfest

Einige Münchner Brauereien brauen ein spezielles Bier, das eine Stammwürze von mindestens 13,5 % aufweisen muss. Nachdem diese und die anderen Betreiber der Festzelte, die Wiesnwirte, auf Kutschen eingezogen sind, wird das erste Bierfass feierlich um 12 Uhr von dem Oberbürgermeister angestochen. Dabei wird gezählt, wie viele Schläge er benötigt – von 2 bis 19 Stück war schon alles dabei! Mit dem Ruf „O’zapft is!“ ist die Wiesn offiziell eröffnet. Das bedeutet übrigens „Es ist angezapft! Auf ein friedliches Oktoberfest“. Danach werden auf der Treppe der Bavaria zwölf Böllerschüsse abgegeben und somit dürfen die Wirte mit dem Ausschank beginnen.

Man hat schon manchmal das Gefühl es dreht sich alles nur um Bier. Doch ist das wirklich so? Es gehört nun mal dazu. Die Maßkrüge haben natürlich keine normalen Preise, manche sagen es ist mittlerweile nicht mehr human, andere wiederum stört es nicht, denn es ist eben die Wiesn. Neben den vielen Brauereien kann man sich als Besucher natürlich auch mit anderen Attraktionen wie z.B. dem Riesenrad und Fahrgeschäften für Groß und Klein vergnügen. Alles in allem sind das Besondere am Oktoberfest die vielen Traditionen, die Jahr für Jahr fortgeführt werden.

Was ist mit den Nordlichtern?

Eine Frage bleibt uns als Nordlichter. Blüht man beim Oktoberfest wirklich nur als Bayer so richtig auf? Als Norddeutscher fühlt man sich ja schon fast als „Ausländer“ – obwohl nun wirklich Touristen aus der ganzen Welt vorbeikommen. Viele Stars und Influencer treiben sich auf dem Festplatz und nicht nur in den Promizelten herum. Ob Lederhosen oder Dirndl – die Mehrheit der Besucher ist dort in Tracht anzutreffen. Wenn ich so etwas nicht anhabe, gehöre ich nicht dazu? Das ist natürlich Quatsch, denn jeder wird dort herzlich willkommen geheißen.

Wenn Du dort anreisen möchtest, vergiss nicht Reisetasche und Koffer! Die Hotels profitieren ebenfalls immens von der hohen Nachfrage. Daher ist es zu empfehlen, z.B. mit Bussen für einen Tag anzureisen oder sich eine private Unterkunft zu suchen. Brotboxen sind sowohl für den Hin- als auch für den auch Rückweg eine praktische und zugleich günstige Angelegenheit. Damit Du auch genug Fotos und Videos machen und Deine Freunde immer anrufen kannst, falls Ihr Euch mal auf der großen Wiese verlaufen solltet, sind Powerbanks ein echtes Muss. Und wem die Fahrt zum großen Oktoberfest zu weit ist, dem wird die Lust darauf auch im hohen Norden gestillt. Bei uns gibt es z.B. das „Bayernzelt“ auf dem Freimarkt oder viele kleine Feste im Oktoberfest Stil.

Weg vom Fischbrötchen, her mit der Weißwurscht!

Jeder hat seine heimischen Lieblingsgerichte. Viele von uns haben noch nie eine Weißwurst mit süßem Senf gegessen – und sie geschweige denn gezurzelt. Die bekannten Brezeln kennen wir im Norden dafür aber umso mehr und sind ebenso beliebt wie im Süden. Doch warum sollte man Unbekanntes nicht einfach mal probieren? Nicht, um sich eingliedern zu müssen, sondern einfach um andere Traditionen kennen zulernen und mitzufeiern. Letztendlich ist das alles nur Kopfgeschichte und man erkennt Dich als „Nicht-Bayer“ wahrscheinlich nur daran, dass Du kein Bayrisch sprichst.

Viele andere Länder haben sogar die Vorstellung, dass ganz Deutschland sich so anzieht und isst, wie es auf dem Oktoberfest typisch ist. Das wird in vielen internationalen Filmen dargestellt und regt uns vor allem zum Schmunzeln an. Und dennoch können wir stolz darauf sein. Das einzig wahre Oktoberfest gibt es natürlich nur in München. Doch wenn man als Nordlicht nicht so weit fahren möchte, lohnt es sich auf jeden Fall, auf kleine Ableger zu gehen. Denn das macht einfach nur Spaß. Neben dem ganzen Müll, verlorenen Gegenständen, einem leeren Portemonnaie und dem ein oder anderen Glas zu viel sollte man doch nur die schönsten Erinnerungen mit nach Hause nehmen – einfach ein tolles Fest, welches es allemal wert ist, es einmal zu besuchen.

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